GAZ-Talk 2019Politische Jugendpartizipation in Deutschland ist wichtig - darin waren sich die Talkgäste des ersten „GAZ-Talks“ an der Georg-August-Zinn-Schule Reichelsheim einig.

Der Politik- und Wirtschaftsleistungskurs der Q-Phase lud am Montag, den 02.12.2019 zum abendlichen Polittalk mit dem Thema „Politik - (nicht) mit uns! Politische Jugendpartizipation in Schule, Gemeinde und Land“.

Neben dem Schulsprecher Aaron Schönig und der Schulleiterin Frau Gebhard-Albrecht folgten der Bürgermeister der Gemeinde Reichelsheim Stefan Lopinsky und die Abgeordneten des Odenwaldkreises im Hessischen Landtag Frank Diefenbach (Grüne) und Moritz Promny (Freie Demokraten) der Einladung.

Die Moderatoren Mara Lein und Luca Meyer zu Knolle, beide Schüler des Leistungskurses Politik und Wirtschaft, leiteten die Diskussion zu den Themenbereichen Politik in der Schule, Beteiligungsformen für Jugendliche auf kommunaler Ebene, die Herabsenkung des aktiven Wahlrechts auf 16 Jahre und der Rolle von Jugendlichen in Parteien. Neben den Talkgästen konnten auch die Zuschauer aktiv an der Diskussion teilnehmen.

Eines wurde im Verlauf des Abends deutlich: Jugendliche wollen sich politisch und gesellschaftlich engagieren, ihre Zukunft in die Hand nehmen und ihre eigenen Interessen selbst vertreten. Und das nicht nur in Form von Demonstrationen und Protesten, sondern auch durch konkrete Möglichkeiten in politischen Entscheidungssystemen zum Beispiel durch Jugendparlamente oder durch die Teilnahme an Kommunal- und Landtagswahlen. Das Bedürfnis der Jugendlichen an der Politik beteiligt zu werden, traf bei den Talkgästen auf große Resonanz. So wurden, angesichts des demografischen Wandels in Deutschland, die Herabsenkung des Wahlalters und alternative Ideen zur Ausgestaltung des Wahlrechts diskutiert. Die anwesenden Jugendlichen wurden motiviert, sich in diesem Bereich zu engagieren. Denn gerade an der Jugendbewegung „Fridays for Future“ könne man sehen, dass Jugendliche Einfluss auf den politischen Entscheidungsprozess nehmen können. Auch mit Blick auf die kommunale Ebene wurden Beteiligungsformen, wie beispielsweise Jugendforen oder -parlamente diskutiert. Ferner spielte die Verbindung zwischen der Gemeinde und der Schule und der Politik- und Wirtschaftsunterricht eine Rolle. Es entstand die Idee eines politischen Bretts im Schulhaus, das über politische Veranstaltungen informieren soll.

Die Schülerinnen und Schüler des Leistungskurses waren am Ende des Abends zufrieden und stolz darauf, dass es ihnen gelungen ist, einen Politiktalk im öffentlichen Rahmen zu organisieren und durchzuführen. Sie waren positiv überrascht über die Offenheit der anwesenden Politiker, die sich auch in Kleingruppengesprächen während der Pause und im Anschluss an das Podium zeigte.

Das Format ermöglichte es den Jugendlichen ein eigenes Thema mit Entscheidungsträgern zu diskutieren, auch das ist eine Form politischer Partizipation. Es ergänzt den Politik- und Wirtschaftsunterricht um die Möglichkeit zur politischen Handlungsfähigkeit außerhalb unterrichtlicher Situationen und fördert auch die Urteilsfähigkeit der Schülerinnen und Schüler. Herzlichen Dank an die Talkgäste und Zuschauer.

Das Format soll auch in Zukunft zu Themen aus Gesellschaft, Politik und Wirtschaft an der Georg-August-Zinn-Schule stattfinden, um den Schülerinnen und Schülern unserer Schule und Interessierten aus der Bevölkerung Anlass zum politischen Austausch und zu politischer Diskussion zu geben.

Fotos vom Sport- und Spieletag

Bilder: Dr. Martin Schmidl

 

Text: Martina Schemenau / Raoul Giebenhain

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