bene 008 1118Dass Schule nicht immer (und nicht nur) ein Ort der Wissensvermittlung sein muss, stellte das diesjährige Benefiz- Konzert an der GAZ am 16.11. eindrucksvoll unter Beweis. Von der Schülervertretung bestens organisiert und mit dem Catering der Realschulabgangsklassen wohl versorgt wurden den Besuchern drei sehr unterschiedliche Bands präsentiert.

Als opening act fungierte die Schulband ALIBI, die mit ihren Pop- und Rock- Covern das Publikum perfekt auf die beiden main acts einstimmten. Amelie Krautschneider und Lara Joy Wolf zeigten, dass überzeugend vorgetragene Songs nichts mit dem Alter zu tun haben. Mit der emotionsgeladenen Version von Like the way I do und dem gefühlvollen Flashlight, zeigten die beiden jungen Sängerinnen ihr außergewöhnliches Talent. Silas Wolf konnte (diesmal in ungewohnter Funktion als Bandmitglied und nicht als Solokünstler) an der Akustikgitarre gefallen, während Marius am Bass für ein solides Fundament sorgte. Drummer Gaspard Löbbert verlieh den Songs den nötigen Groove und bewies erneut sein Können.

In einer kurzen Umbaupause begrüßte Frank Rosenberg als Vertreter der Schulleitung erfrischend kurz das Publikum und dankte allen an der Organisation Beteiligten.

bene 014 1118Mit einem eingespielten Video, in dem die allseits bekannten Southpark- Figuren das Einzählen übernahmen, legten sidestream mit ihrem Programm los. Schon der erste Titel machte klar, dass es jetzt richtig „zur Sache“ geht. Die kraftvollen Akkorde von Tom Sawyer rockten die Aula in 4/4 und 7/4 Takt. Und so ging es weiter, die Band konnte mit teilweise sehr anspruchsvollen Songs die Zuhörer begeistern. Es gab Szenenapplaus, wenn eingefleischte ProgRock Fans Titel erkannten . Als besonderes Highlight wäre das 9 ½ Minutenstück Firth of Fifth zu nennen, bei dem die Instrumentalisten der Formation ihr ganzes Können aufboten. Das auf den Punkt genaue Zusammenspiel von Keyboard, Bass und Schlagzeug konnte genauso wie das einminütige (!) Klavier-Intro und das ausgefeilte Gitarrensolo überzeugen. Holger Emig wusste besonders bei der Adaption von Games without Frontiers (Peter Gabriel) und dem von Mike Lippert geschriebenen Thoughts die Zuhörer in seinen Bann zu ziehen, während Sängerin Steffi Steinhauer zeigte, dass sie speziell bei zwei Evanescence- Stücken den Vergleich mit dem Original nicht zu scheuen braucht. Nach einer vom Publikum energisch geforderten Zugabe verließ die Band mit dem Yes-Hit Owner of a lonely Heart die Bühne.

bene 028 1118Nach der Umbaupause gelang es den „Lions of Freedom“ nach einem eher ruhigen Einstieg die Zuhörer musikalisch in die Karibik zu versetzen: total relaxte Reggae- Rhythmen verbreiteten sofort ein Gute- Laune- Gefühl. Die Band aus Biblis animierte das Publikum zum Mitmachen und Mitsingen. Etwa beim neu interpretierten Klassiker Hotel California oder einer coolen Coverversion, in der Keyboarder Joschka Althoff als Frontmann „,nur noch kurz die Welt retten“ musste. Mit dem extrem hitverdächtigen Try to fly, zeigte die Band, dass sie auch in der Lage ist, mit Eigenkompositionen zu überzeugen. Bei der Interpretation eines Instrumentalstückes des Jazzpianisten Herbie Hancock rückte Keyboarder Joschka Althoff in den Fokus des Geschehens. Seine fundierte Spieltechnik begeisterte nicht nur die Jazzfans. Auch die Lions durften die Bühne erst nach einer Zugabe verlassen.

Fazit: ein gelungener Abend, den die Anwesenden und die Bands wohl lange in Erinnerung behalten werden.

Text: Mike Lippert

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