sidestream und Granny's Pie in der Aula der Georg- August- Zinn- Schule


Bene17 003Am vergangenen Freitag war es wieder einmal so weit: Ein Benefizkonzert für einen guten Zweck lockte ca. 130 musikbegeisterte Zuschauer in die Aula der GAZ. Dieses Jahr diente der Veranstaltungserlös der Förderung bedürftiger SchülerInnen der Schule.
Das Konzert wurde eröffnet von sidestream, einer Formation, von der man zukünftig noch einiges hören dürfte.

Die Musiker präsentier(t)en (getreu ihres Namens) Titel, die andere Cover Bands eben nicht in ihrem Programm haben.
Das Intro (projizierte Weltallbilder mit spacigen Sounds) ließ die Zuschauer schon erahnen, dass hier etwas Spezielles auf sie zukommen würde. Mit einem gewaltigen Schlussakkord endete die Einspielung von CD und die Band stieg mit dem rockigen Anfang von „Owner of a lonely heart“ ein. Das Publikum ging sofort darauf ein und klatschte den eingängigen Beat mit. Im Verlauf des Auftrittes überzeugte die Band mit ihrem Mix aus Progressive und anderen Sparten der Rockmusik.
So waren neben Stücken von Dream Theater, Genesis, Yes und Rush auch Titel von Paramore, Led Zeppelin, Peter Gabriel und Christina Aguilera zu hören.
Als Höhepunkte könnten „Imaginary“ von Evanescence, „Fighter“ von Christian Aguilera (beide Titel mit überzeugender Interpretation von Lead-Sängerin Stefanie Steinhauer , hervorragend unterstützt durch die Backgroundsängerinnen Lara Elliott und Rosanna Peretto) und das Genesis Stück „Firth of Fifth“ angesehen werden, in dem Keyboarder Alex Köhler sein Können mit einem einminütigen Klavier- Intro unter Beweis stellte. Raum für das virtuose Bass- Spiel von Peter Ritter bot vor allem „The Trees“ von Rush, während Drummer Jan Bechtold ganz besonders bei „Tom Sawyer“ zu überzeugen wusste. Bei „Hollow Years“ zelebrierte Gitarrist Mike Lippert mit einem beeindruckenden Solo die ganze Vielfalt seines Instrumentes. Lead-Sänger Holger Emig fügte sich passgenau und stimmgewaltig in das Konzept der Band ein. Besonders erwähnenswert seine stilsichere Interpretation von „Games without frontiers“ . Insgesamt lieferten sidestream (unterstützt von Tobias Reichart am Mischpult sowie Lukas Bickelhaupt und Lucien Abraham zuständig für Licht- und Projektionen) eine überzeugende Show und bewiesen damit, dass es nicht immer Top 40 Titel sein müssen, um das Publikum zu begeistern.


Bene17 031Nach einer kurzen Umbaupause ging es mit Granny's Pie weiter. Ganz anders als bei sidestream setzt man bei Granny's Pie auf bewährtes Material, das man in eigener Interpretation sowohl stilsicher und wirkungsvoll als auch gekonnt darbietet. Der musikalische Schwerpunkt liegt hier ganz klar auf dem Gesang- und das völlig zu Recht, da man mit Helena Ruschig und Christian Kraft, der auch an der Akustik-Gitarre überzeugte, über hervorragende Vokalisten verfügt, die mit ihrem zweistimmigen Gesang einmal mehr ihre Klasse demonstrierten. Dieter Keim lieferte an Piano und Bass genau das, was dem Charakter der Songs Tiefe und Groove verlieh. Zurückhaltend, aber punktgenau und mit uhrwerkartiger Präzision leistete Drummer Hannes Kilthau (Green Panties) seinen wertvollen Beitrag zum Gesamtklang der Band. Quasi das Sahnehäubchen der Auftritts von Granny's Pie lieferte Manfred Kilthau am Saxofon: Elegant und mit großem Einfühlvermögen „veredelte“ er die Wirkung der Songs durch seine unnachahmlich coolen Einwürfe und Soli und rundete den gelungenen Abend ab.

 

Alle Bilder zu dieser Veranstaltung finden Sie hier:

Text: Mike Lippert / Bilder: Walter Koepff

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