Von Schülern für Schüler
- Die Ausstellung „Liebe, Sex und tausend Fragen“ an der Georg-August-Zinn-Schule

Betrachtet man Statistiken zu Jugendstudien, so stellt man fest, dass viele Mädchen und Jungen ihren ersten Kuss zwischen 12 und 13 Jahren bekommen, eine ebenfalls große Zahl gibt an, mit 14 Jahren in einer festen Beziehung (gewesen) zu sein. Was später folgt, ist die erste Auseinandersetzung mit Sexualität.


Vor dem Hintergrund, dass trotz dieser Zahlen der reflektierte Umgang mit Partnerschaft, Liebe und Sexualität nach wie vor Lücken aufweist, initiierte die Georg-August-Zinn-Schule Reichelsheim in der vergangenen Woche ein Projekt in Kooperation mit dem Diakonischen Werk Odenwald und dem Evangelischen Dekanat Vorderer Odenwald. Im Rahmen einer interaktiven Ausstellung unter der Verantwortung von Anja Scheibel (Diakonisches Werk Odenwald), organisiert von Gemeindepädagogin Gabriela Hund (Schulbezogene Jugendarbeit des Evangelischen Dekanates Vorderer Odenwald) wurden Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 9 für die Themen Liebe und Partnerschaft, Verhütung und HIV sowie weitere sexuell übertragbare Krankheiten und Gewalt in Beziehungen sensibilisiert. Anders als sonst in der Schule üblich, stand jedoch kein Lehrer vor der Klasse, sondern Schülerinnen und Schüler der Oberstufe, die im Rahmen einer 3-tätigen Schulung im Vorfeld ausgebildet worden waren. „Die Oberstufenschüler werden in Punkten geschult wie 'Wie ging es mir selbst in dieser Zeit? Was habe ich mich gefragt?´“, erklärte Sozialpädagogin Anja Scheibel und ergänzte: „Diese Form der peer education bietet einen anderen Zugang, weil die Jugendlichen untereinander über diese Themen sprechen können.“ Tatsächlich fand das Projekt, bei dem die Schüler sich in Gruppen mit jedem Thema an einer anderen Station auseinandersetzten, bei den Neuntklässlern großen Anklang. „Das war eine ziemlich gute Erfahrung, auch, dass man das von den Schülern der Schule beigebracht bekommen hat!“, erzählte Michelle aus der 9e. „Der Workshop war gut aufgebaut, es gab viele Beispiele und man konnte seine eigene Meinung gut einbringen!“ Ihr Klassenkamerad Gareth unterstrich: „Es war vor allem interaktiv, man hat nicht nur zugehört und zugesehen, sondern auch mitgemacht, das fand ich sehr gut!“ Ein offensichtlich erfolgreicher Beitrag für den reflektierten Umgang mit einem sensiblen Thema.

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