Babyprojekt an der GAZ

Babyprojekt 2019„Na, wie soll denn das Baby heißem“, fragte Kerstin Baltz die Schülerinnen und Schüler der 8a1 und der Föl 2. Die hatten sich zu zweit zusammengetan, nahmen für eine Woche die Rolle von Eltern ein und jetzt ihr Baby in Empfang – natürlich auch mit Geburtsurkunde.

Diese Szene war Bestandteil des Projektes „Baby-Bedenkzeit“, das in der Woche vom 28.01 - 31.01.2019 die beiden Klassen auf Trab hielt. Vier Tage und drei Nächte durften alle Mamas und Papas „auf Probe“ werden und mit sogenannten ‚Babysimulatoren‘ den Ernstfall trainieren. Die Fäden hielten Schulsozialpädagogin Baltz und die Klassenlehrerin Maria Kunze in der Hand.

Als es montags in der ersten Stunde losging, war den jungen Eltern die Nervosität anzumerken, mit gemischten Gefühlen kamen in den Klassensaal. Wer bekommt welches Baby, wie sehen sie aus und was machen die alles? Viele Fragen und Neugierde lagen in der Luft. Bevor es aber ernst wurde, standen zunächst allgemeine Informationen zum Thema „Baby“ auf dem Programm, ein umfangreicher Austausch über anstehende Fragen war notwendig: Wie ist das eigentlich, Mama bzw. Papa zu werden? Was gehört zum Mama- / Papa- Sein dazu?  Welche Erstausstattung ist für ein Neugeborenes notwendig, was bedeutet Stillen und Flaschennahrung, welche Werte möchte man als Eltern seinem Kind vermitteln? Welche Termine muss ich beachten, was kommt an täglichen Aufgaben auf mich zu?

Dann ging es endlich los – dachten die Mamas und Papas, aber zuerst musste noch über die Funktionen der Babysimulatoren aufgeklärt werden, damit der Umgang damit möglichst wenig Probleme bereitete. Sobald der Babysimulator sich beispielsweise über „Weinen“ bemerkbar machte, mussten die Schülerinnen und Schüler wissen, wie sie technisch vorgehen sollen – ebenso dann, wenn das Baby den Wunsch nach „Windeln wechseln“, „Fläschchen“, „Bäuerchen“ und „Zuwendung“ simulierte.

Von nun an waren die Eltern auf Probe verantwortlich für ihr Baby. Die Kennenlernphase begann, indem sie ihre Babys mit mitgebrachten Kleidern anziehen durften. Auch die Transportoptionen mussten im Vorfeld besprochen werden, der erste Tag verging wie im Fluge und schließlich gingen die Eltern mit ihren Babys nach Hause.

Während die Schülerinnen und Schüler in den kommenden Tagen in der Schule waren, fand kein normaler Unterricht statt, schon die Eindrücke aus den Nächten mit den Babys beispielsweise sorgten für reichlich Gesprächsstoff. Die Eltern mussten ihren Tagesablauf immer wieder neu organisieren, dazwischen hatten Baltz und Kunze immer wieder Gesprächsrunden eingebaut, in denen praktisch alle Themen rund um die Schwangerschaft – auch im Teenageralter – interessiert besprochen wurden. In dieser Zeit wurden dann die Babysimulatoren in den „Tagesmuttermodus“ gestellt – wie eben die echte Babybetreuung auch abläuft.

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