Schüler der Oberstufe besuchen Documenta

Am 13. Juli 2022 unternahmen die Kunstkurse der Jahrgangsstufen 11 und 12 der Georg-August-Zinn-Schule Reichelsheim (GAZ) gemeinsam mit ihren Lehrerinnen Diana Katzer und Liane Speckhardt einen Ausflug nach Kassel auf die 15. Documenta.
Die Kunstausstellung, welche ausschließlich aus Künstlerkollektiven besteht und alle fünf Jahre stattfindet, wird auch als weltweit bedeutendste Ausstellung zeitgenössischer Kunst bezeichnet.
Die Gruppe traf sich am Fridericianum und schaute sich im Anschluss das aus Kenia stammende Kunstwerk „Return to sender“ an. Hierbei handelt es sich um mehrere Müllberge, die auf einer Wiese angeordnet waren. Dahinter befindet sich eine Hütte, welche aus zu Quadern gebündelten Altkleidern besteht. Das Kunstwerk soll eine Kritik an der Fast-Fashion-Industrie, aber auch generell am Kapitalismus und der verschwenderischen Lebensweise im Westen darstellen.
Die gesamte Documenta stand in diesem Jahr unter dem Thema Nachhaltigkeit. Hierbei ist es etwas sehr Besonderes, dass die Kunst auf der Ausstellung nicht von westlichen Künstlern, sondern ausschließlich von Künstlern aus dem globalen Süden kommt. Dadurch kann der Betrachter Kunst aus einer völlig anderen Perspektive sehen und somit ein größeres Verständnis und mehr Empathie gegenüber Künstlern aus dem globalen Süden entwickeln, mit denen man zuvor keine Berührungspunkte hatte.
Die meisten bekannten Künstler stammen aus Europa oder Nordamerika und so ist auch der Blick auf die Kunst meist eurozentrisch geprägt. Die diesjährige Documenta kritisiert das, denn Kunst sollte nicht nur für die Elite, sondern für alle Menschen zugänglich sein.
Insgesamt soll diese Ausstellung dazu anregen, das eigene Verhalten zu reflektieren, aber auch generell zu hinterfragen, warum der Westen eine so große Macht hat und zu welchem Preis diese Macht erreicht wird. Abschließend ist zu sagen, dass die Documenta sehr eindrucksvoll war und die Exkursion geholfen hat, den Horizont der Teilnehmenden zu erweitern.

Bericht: Leonie Rauth / Raoul Giebenhain, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit 
Fotocredit: Liane Speckhardt 

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