Finnland 0419 07

Eine Gruppe von zehn GAZ-Kolleginnen und Kollegen, unter ihnen auch Schulleiterin Kirsten Gebhard-Albrecht, reiste Anfang April ins noch winterliche Nordfinnland, um das kulturelle Lernen in Kooperation mit der Partnerschule in Kuusamo, dem Lukio, zu erweitern. Gefördert wurde dies durch das Erasmus+ -Projekt beider Schulen.

In der Volkshochschule der Stadt am Polarkreis trafen die Teilnehmenden der GAZ auf das Kollegium des dortigen Oberstufengymnasiums und nahmen an einer ganztägigen Fortbildung zum Thema „Interkulturelles Lernen“ teil. Diese Schulung wurde vom ehemaligen Basketballlspieler Pierre Jallow und der finnischen Universitätsmitarbeiterin Tiia Soininen, beide spezialisiert auf Erwachsenenbildung, Berufs- und Sprachtraining, geleitet. Der finnisch-deutsche Kollegenkreis erarbeitete in Gesprächen und Workshops einen interkulturellen Entwicklungsplan, der die Partnerschulen verbindet und als Grundlage für eine intensivere Zusammenarbeit dient. Zudem konnte jeder Teilnehmende durch einen Test im Vorfeld seine interkulturelle Kompetenz überprüfen. Zu diesem Test gab es im Nachgang der Veranstaltung eine Auswertung mit Hinweisen zur Entwicklung weiterer persönlicher Kompetenzen. Die Resonanz war durchweg positiv, weil sowohl die kulturellen Gemeinsamkeiten als auch die Unterschiede deutlich wurden und alle neue Ideen für ihre Arbeit erhielten. Beide Kollegien waren sich einig, dass der Aspekt der Achtsamkeit im alltäglichen Miteinander besonders wertvoll ist, um die kulturelle Arbeit zu ermöglichen.

Beim deutsch-finnischen Abend mit traditionellen Speisen war ein reger Austausch zwischen den Kollegien erkennbar. Gerne nahmen deshalb auch die GAZ-Lehrkräfte das Angebot des finnischen Schulleiters, Tomi Meriläinen, zum Job Shadowing –man blickt KollegInnen mit gleichem Arbeitsfeld über die Schulter- wahr und erhielten am darauffolgenden Tag bei Hospitationen in unterschiedlichen Unterrichtsfächern Einblicke in das dortige Schulsystem. Die deutschen Lehrkräfte konnten nicht nur die Räumlichkeiten und Abläufe kennenlernen, sondern zugleich die moderne Medienausstattung in jedem Klassensaal bewundern. Unter den GAZ-Kolleginnen und Kollegen befand sich auch die Verwaltungsfachangestellte Sonja Schmidt, die das Sekretariat und die Berufsberatung der finnischen Schule besuchte, um zukünftig für ihre Arbeit neue Impulse zu erhalten. Zudem waren alle Mitreisenden gleichermaßen von den hellen und ruhigen Fluren und dem zugewandten Kollegium beeindruckt.

Da diese Reise unter dem Aspekt des interkulturellen Lernens stand, durften auch landestypische Erfahrungen nicht fehlen. So besuchten die zehn Teilnehmenden ein stimmgewaltiges A-cappella-Konzert der finnischen Gesangsgruppe „Club for Five“ in der Kirche von Kuusamo, die eine wunderbare Akustik aufweist. Auf einer traditionell geführten Rentierfarm, beim Schneeschuhwandern durch den Winterwald sowie beim Eisangeln auf einem zugefrorenen See konnte die finnische Lebensart des „Slow Life“ nachvollzogen und die zugeschneite Natur erlebt werden. Daneben präsentierte sich das Jugendzentrum Oivanki, das neben organisierten Jugendexpeditionen in die nordfinnische Natur auch seine Sozialarbeit vorstellte. Die ruhige Natur vor Ort wird dabei genutzt, um durch vielerlei Formen der Erlebnispädagogik ein Gruppengefüge und Integration zu ermöglichen.

Abschließend beurteilten alle – und insbesondere beide Schulleiter - den fünftägigen Aufenthalt als sehr gewinnbringend und erfolgreich. Beide Schulen wollen ihre partnerschaftliche Verbindung verstärken, um noch mehr Schülerinnen und Schülern die Gelegenheit zum Austausch bieten zu können und insgesamt die Zusammenarbeit zu intensivieren.  

Bericht: René Beck/Patrick Eckert

Sommerferien 19

 

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