Im Rahmen der diesjährigen Wanderwoche, die auch 2026 unmittelbar vor den Herbstferien stattfand, begab sich die gesamte Jahrgangsstufe Q3 der Georg-August-Zinn-Schule Reichelsheim (GAZ) auf ihre Studienfahrt nach Krakau.
Nach der Abfahrt am Sonntagabend, dem 27. September, erreichte die Reisegruppe am Montagmorgen die UNESCO-Stadt Krakau. Die 49 Schülerinnen und Schüler der Q3 wurden dabei von Kirsten Berg sowie den drei Tutoren Holger Zieres (Q3a), Dr. Dirk Strohmenger (Q3b) und Raoul Giebenhain (Q3c) begleitet. Nach dem Bezug der Unterkunft stand am Nachmittag mit einer Schiffsfahrt auf der Weichsel bereits der erste Programmpunkt an. Bei einer rund einstündigen Fahrt konnten die Schülerinnen und Schüler die polnische Metropole aus einer besonderen Perspektive kennenlernen.
Am Dienstag folgte eine ausführliche Stadtführung durch die Krakauer Altstadt. Dabei erhielten die Jugendlichen einen Einblick in die wechselvolle Geschichte der Stadt und lernten zahlreiche historische Gebäude und Plätze kennen. Neben den touristisch bekannten Sehenswürdigkeiten wurde dabei auch die besondere historische Bedeutung Krakaus thematisiert.
Am Mittwoch besuchten die Lernenden das Galizisch-Jüdische Museum und setzten sich mit der Geschichte und Kultur der jüdischen Bevölkerung auseinander.
Der Donnerstag bildete den historischen Höhepunkt der Studienfahrt: Die Schülerinnen und Schüler besuchten die Gedenkstätte des ehemaligen deutschen Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau. Bei Führungen durch das Stammlager und das Vernichtungslager erhielten sie einen unmittelbaren Einblick in die Dimensionen der nationalsozialistischen Verbrechen und die systematische Ermordung der europäischen Juden. Die Eindrücke vor Ort machten dabei deutlich, dass die Beschäftigung mit dem Holocaust weit über die Vermittlung historischer Fakten hinausgeht.
Gerade die unmittelbare Begegnung mit den Orten der nationalsozialistischen Verbrechen hinterließ bei vielen Lernenden einen nachhaltigen Eindruck. Die Besichtigungen des Stammlagers und des Vernichtungslagers in Birkenau boten Anlass, über die Dimensionen der nationalsozialistischen Vernichtungspolitik, aber auch über Fragen von Erinnerung und Verantwortung nachzudenken. Damit knüpfte der Besuch unmittelbar an die Inhalte des Geschichtsunterrichts der Oberstufe an.
Nach dem Besuch der Gedenkstätte kehrte die Gruppe nach Krakau zurück. Den letzten gemeinsamen Abend verbrachten die Schülerinnen und Schüler und ihre Begleiter bei einem gemeinsamen Abendessen. Am Freitagmorgen trat die Reisegruppe nach dem Frühstück die Rückfahrt nach Reichelsheim an.
Die Studienfahrt verband unter dem Strich unterschiedliche Perspektiven auf Krakau, deren kulturelle Vielfalt, die deutsch-polnische Geschichte, die nationalsozialistische Verfolgung sowie die heutige Erinnerungskultur. Die gewonnenen Eindrücke sollen auch nach der Rückkehr im Unterricht aufgegriffen und vertieft werden.
2. Oktober 2026