Exkursion der Jahrgangsstufe 10 und der Klasse 9a nach Frankfurt

Am 26., 27. und 28. Mai 2026 besuchten die Klassen 9a, 10b, 10g, 10d, 10f, 10c und 10e der Georg-August-Zinn-Schule Reichelsheim (GAZ) im Rahmen des Geschichtsunterrichts den Geschichtsort Adlerwerke sowie die Erinnerungsstätte an der Frankfurter Großmarkthalle. Ziel der Exkursion war es, sich mit den Themen Zwangsarbeit, Konzentrationslager und Deportationen während der Zeit des Nationalsozialismus auseinanderzusetzen.
Die Adlerwerke waren einst ein bedeutendes Frankfurter Industrieunternehmen. Während des Zweiten Weltkriegs befand sich dort mit dem KZ Katzbach ein Außenlager des Konzentrationslagers Natzweiler, in dem Häftlinge unter unmenschlichen Bedingungen Zwangsarbeit leisten mussten.
Am ehemaligen Deportationsbahnhof der Großmarkthalle erkundeten die Schülerinnen und Schüler anhand eines Beobachtungsauftrags die Bedeutung des Ortes für die Verfolgung und Deportation der jüdischen Bevölkerung. Dabei beschäftigten sie sich mit baulichen Spuren, Zeitzeugenberichten und den Abläufen der Deportationen.
Im Anschluss besuchten die Klassen den Geschichtsort Adlerwerke. Dort erschlossen sie sich die Ausstellung eigenständig in Gruppen, gestalteten Plakate zu verschiedenen Themenbereichen und präsentierten ihre Ergebnisse anschließend ihren Mitschülerinnen und Mitschülern. So entstanden vielfältige Einblicke in die Geschichte des KZ Katzbach, der Zwangsarbeit und des Lebens der Häftlinge. Besonders eindrucksvoll empfanden viele Schülerinnen und Schüler die persönlichen Schicksale der Betroffenen, die Namen der Häftlinge sowie die Berichte über die Todesmärsche am Ende des Zweiten Weltkriegs. Die Exkursion machte deutlich, wie wichtig Erinnerungskultur für unsere Demokratie ist und warum die Auseinandersetzung mit den Verbrechen des Nationalsozialismus auch heute eine zentrale gesellschaftliche Aufgabe bleibt.

Bericht: Tim Scholz

Fotocredit: Lisa Schäfer.